Raiba geht gestärkt aus der Finanzkrise
Gute Ergebnis wurde auf der Vertreterversammlung präsentiert
Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, konnte bei ihrer diesjährigen Vertreterversammlung in der Heinsberger Stadthalle vor vollem Hause eine positive Geschäftsentwicklung verkünden. Nach der Begrüßung der Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel verwies Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns darauf, dass das “Jahr Zwei” nach der Finanzkrise zwar ein turbulentes und bewegtes Jahr war, dass die Raiffeisenbank Heinsberg jedoch gestärkt aus dieser Bankenkrise hervorgegangen ist. Gute Beratung, ausgezeichnete Finanzdienstleistungen und das Genossenschaftsmodell der Bank hätten sich bewährt.
“Während der Internationale Währungsfonds davon ausgeht, dass die Wirtschaftskrise der letzten Monate weltweit fast eine Billion Dollar gekostet haben dürfte, gehen wir, die Raiffeisenbank Heinsberg, mit einem erfreulichen Plus aus dem letzten Geschäftsjahr”, verkündete Hermanns den gewählten Mitgliedervertretern nicht ohne Stolz. “Wir haben uns in dieser Wirtschaftskrise tapfer geschlagen. Und wir werden auch am Ende der Krise noch als Ihre Bank, als Bank des Mittelstandes, als Bank vor Ort, als Bank mit festen Ansprechpartnern an Ihrer Seite stehen”, versprach Hans-Hubert Hermanns den Kunden.
Der Bankdirektor findet es höchst ärgerlich, dass die Genossenschaftsbanken, die ausgezeichnet gewirtschaftet haben und keine Schuld an der Krisenentwicklung tragen, jetzt zur “Belohnung” auch noch zur Kasse gebeten werden sollen. Die Bundesregierung diskutiere eine allgemeine Bankenabgabe und will ausnahmslos alle Banken zu dieser Abgabe mit heranziehen. Da dies ungerecht sei, forderte er, dass Politik und Aufsichtsbehörden zwischen den unterschiedlichen Geschäftsmodellen einzelner Banken und Bankengruppen unterscheiden. Auch das Thema Kreditklemme griff Hermanns auf. Für seine Bank könne er eindeutig sagen, dass sie die heimischen Unternehmen ordentlich mit Liquidität versorgt hätte. Eine Kreditklemme oder gar -blockade gäbe es bei der Raiffeisenbank nicht. Ganz im Gegenteil: Man könnte noch viel mehr Kredite an die Wirtschaft herausgeben; das Angebot sei da, die Nachfrage jedoch nicht in diesem Maße. Die vermeintliche Kreditklemme sei bei der Raiffeisenbank, wenn überhaupt, eine Investitionsklemme!
Vorstandskollege Herbert Himmels übernahm die Aufgabe, den Vertretern den Jahresabschluss 2009 vorzutragen. Er erläuterte die markanten Zahlen der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum 31.12.2009 betrug die Bilanzsumme 789 Millionen Euro. Sie erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent oder ca. 34 Millionen Euro. Schwerpunkte bei der Kreditvergabe seien - wie bereits in den Vorjahren - Kredite für den gewerblichen Bereich sowie den Wohnungsbau gewesen. Die Gesamtausleihungen erreichten Ende 2009 insgesamt 421 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um gut zwölf Millionen Euro an.
Das Gesamtkundenkreditvolumen, also die Summe aller Ausleihungen einschließlich vermittelter Darlehen, betrug zum Bilanzstichtag rund 591 Millionen Euro. Als Partner des Mittelstands unterstütze die Raiffeisenbank mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen die gewerbliche Wirtschaft und leiste somit ihren Beitrag zur Sicherung und Stabilität der Gewerbe- und Firmenkunden. Hiervon profitiere letztendlich auch der Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg.
Wie sich das Kundenverhalten auf der Einlagenseite auswirkte, erläuterte Herbert Himmels folgendermaßen: “Im Bereich des Kundendepotgeschäftes erreichten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 55 Millionen Euro. Der Gesamtbestand unserer Kundendepots beläuft sich auf insgesamt 88 Millionen Euro und verteilt sich auf 2751 Kundendepots. Mit dem Verbundpartner Union-Investment brachten es die Raiffeisenbank mit einem Umsatz von 63 Millionen Euro auf einen Bestand von inzwischen beachtlichen 131 Millionen Euro.
Im Bereich des Bausparens habe man mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Berichtszeitraum 1515 neue Verträge abschließen können. Das Neugeschäftsvolumen beläuft sich auf rund 49 Millionen Euro. Auch die Zusammenarbeit mit der Voba-Immobilien eG sei mehr als zufriedenstellend gewesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Verbundpartner 84 Immobilien mit einem Objektvolumen von rund zehn Millionen Euro verkaufen. Bei den Lebensversicherungen war der Verbundpartner - die R+V Versicherung - wieder sehr aktiv. Mit 571 neuen Abschlüssen auf diesem Sektor konnte ein Neugeschäftsvolumen von elf Millionen Euro generiert werden.
Die Entwicklung des Eigenkapitals der Raiffeisenbank Heinsberg stellt sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt dar: Die Geschäftsguthaben verringerten sich um runde 138.000 Euro
auf jetzt 5,9 Millionen Euro. Die Rücklagen erhöhten sich um 1.152.000 Euro
auf insgesamt rund 42,0 Millionen Euro. Die Quote des Eigenkapitals betrug 6,3 Prozent zur Bilanzsumme.
Bankdirektor Himmels beleuchtete zudem die Gewinn- und Verlust-Rechnung. Das Zinsergebnis, die nach wie vor wichtigste Säule des Bankertrages, habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Millionen Euro auf rund 20,1 Millionen Euro erhöht. Wichtig sei zudem das Provisionsergebnis. Es bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau und betrug in diesem Jahr zufriedenstellende 6,8 Millionen Euro. Die Sachkosten reduzierten sich um 0,8 Millionen Euro auf 5,0 Millionen Euro. Dies sei zum Teil auf verringerte Instandhaltungsaufwendungen und bereits auf erste Synergieeffekte aus der Fusion sowie auf den Wegfall von Einmalkosten zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich zum Jahresultimo 2009 aufgrund tariflicher Entwicklungen moderat um 0,7 Prozent bzw. 87.000 auf rund 12,5 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung angemessener Risikoaufwendungen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.886.430,75 Euro gegenüber 1,52 Millionen Euro im Vorjahr, so Himmels.
Über die Verwendung waren sich Vorstand und Aufsichtsrat der Bank einig:
Neben den erforderlichen Zuführungen zu Rückstellungen erhalten alle Mitglieder der Raiffeisenbank wieder sechs Prozent Dividende auf ihr Geschäftsguthaben.
Herbert Himmels verwies darauf, dass die Mitglieder und Kunden der Bank immer im Mittelpunkt der Geschäftspolitik stehen. Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, zähle zum Jahresende 11.189 Mitglieder.
Im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank eG, Heinsberg, wurden die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Heinz-Josef Rinkens aus Tripsrath und Karl-Peter Conrads aus Geilenkirchen wiedergewählt.
“Während der Internationale Währungsfonds davon ausgeht, dass die Wirtschaftskrise der letzten Monate weltweit fast eine Billion Dollar gekostet haben dürfte, gehen wir, die Raiffeisenbank Heinsberg, mit einem erfreulichen Plus aus dem letzten Geschäftsjahr”, verkündete Hermanns den gewählten Mitgliedervertretern nicht ohne Stolz. “Wir haben uns in dieser Wirtschaftskrise tapfer geschlagen. Und wir werden auch am Ende der Krise noch als Ihre Bank, als Bank des Mittelstandes, als Bank vor Ort, als Bank mit festen Ansprechpartnern an Ihrer Seite stehen”, versprach Hans-Hubert Hermanns den Kunden.
Der Bankdirektor findet es höchst ärgerlich, dass die Genossenschaftsbanken, die ausgezeichnet gewirtschaftet haben und keine Schuld an der Krisenentwicklung tragen, jetzt zur “Belohnung” auch noch zur Kasse gebeten werden sollen. Die Bundesregierung diskutiere eine allgemeine Bankenabgabe und will ausnahmslos alle Banken zu dieser Abgabe mit heranziehen. Da dies ungerecht sei, forderte er, dass Politik und Aufsichtsbehörden zwischen den unterschiedlichen Geschäftsmodellen einzelner Banken und Bankengruppen unterscheiden. Auch das Thema Kreditklemme griff Hermanns auf. Für seine Bank könne er eindeutig sagen, dass sie die heimischen Unternehmen ordentlich mit Liquidität versorgt hätte. Eine Kreditklemme oder gar -blockade gäbe es bei der Raiffeisenbank nicht. Ganz im Gegenteil: Man könnte noch viel mehr Kredite an die Wirtschaft herausgeben; das Angebot sei da, die Nachfrage jedoch nicht in diesem Maße. Die vermeintliche Kreditklemme sei bei der Raiffeisenbank, wenn überhaupt, eine Investitionsklemme!
Vorstandskollege Herbert Himmels übernahm die Aufgabe, den Vertretern den Jahresabschluss 2009 vorzutragen. Er erläuterte die markanten Zahlen der Bilanz und aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum 31.12.2009 betrug die Bilanzsumme 789 Millionen Euro. Sie erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent oder ca. 34 Millionen Euro. Schwerpunkte bei der Kreditvergabe seien - wie bereits in den Vorjahren - Kredite für den gewerblichen Bereich sowie den Wohnungsbau gewesen. Die Gesamtausleihungen erreichten Ende 2009 insgesamt 421 Millionen Euro und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um gut zwölf Millionen Euro an.
Das Gesamtkundenkreditvolumen, also die Summe aller Ausleihungen einschließlich vermittelter Darlehen, betrug zum Bilanzstichtag rund 591 Millionen Euro. Als Partner des Mittelstands unterstütze die Raiffeisenbank mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen die gewerbliche Wirtschaft und leiste somit ihren Beitrag zur Sicherung und Stabilität der Gewerbe- und Firmenkunden. Hiervon profitiere letztendlich auch der Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg.
Wie sich das Kundenverhalten auf der Einlagenseite auswirkte, erläuterte Herbert Himmels folgendermaßen: “Im Bereich des Kundendepotgeschäftes erreichten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 55 Millionen Euro. Der Gesamtbestand unserer Kundendepots beläuft sich auf insgesamt 88 Millionen Euro und verteilt sich auf 2751 Kundendepots. Mit dem Verbundpartner Union-Investment brachten es die Raiffeisenbank mit einem Umsatz von 63 Millionen Euro auf einen Bestand von inzwischen beachtlichen 131 Millionen Euro.
Im Bereich des Bausparens habe man mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Berichtszeitraum 1515 neue Verträge abschließen können. Das Neugeschäftsvolumen beläuft sich auf rund 49 Millionen Euro. Auch die Zusammenarbeit mit der Voba-Immobilien eG sei mehr als zufriedenstellend gewesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Verbundpartner 84 Immobilien mit einem Objektvolumen von rund zehn Millionen Euro verkaufen. Bei den Lebensversicherungen war der Verbundpartner - die R+V Versicherung - wieder sehr aktiv. Mit 571 neuen Abschlüssen auf diesem Sektor konnte ein Neugeschäftsvolumen von elf Millionen Euro generiert werden.
Die Entwicklung des Eigenkapitals der Raiffeisenbank Heinsberg stellt sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt dar: Die Geschäftsguthaben verringerten sich um runde 138.000 Euro
auf jetzt 5,9 Millionen Euro. Die Rücklagen erhöhten sich um 1.152.000 Euro
auf insgesamt rund 42,0 Millionen Euro. Die Quote des Eigenkapitals betrug 6,3 Prozent zur Bilanzsumme.
Bankdirektor Himmels beleuchtete zudem die Gewinn- und Verlust-Rechnung. Das Zinsergebnis, die nach wie vor wichtigste Säule des Bankertrages, habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Millionen Euro auf rund 20,1 Millionen Euro erhöht. Wichtig sei zudem das Provisionsergebnis. Es bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau und betrug in diesem Jahr zufriedenstellende 6,8 Millionen Euro. Die Sachkosten reduzierten sich um 0,8 Millionen Euro auf 5,0 Millionen Euro. Dies sei zum Teil auf verringerte Instandhaltungsaufwendungen und bereits auf erste Synergieeffekte aus der Fusion sowie auf den Wegfall von Einmalkosten zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich zum Jahresultimo 2009 aufgrund tariflicher Entwicklungen moderat um 0,7 Prozent bzw. 87.000 auf rund 12,5 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung angemessener Risikoaufwendungen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1.886.430,75 Euro gegenüber 1,52 Millionen Euro im Vorjahr, so Himmels.
Über die Verwendung waren sich Vorstand und Aufsichtsrat der Bank einig:
Neben den erforderlichen Zuführungen zu Rückstellungen erhalten alle Mitglieder der Raiffeisenbank wieder sechs Prozent Dividende auf ihr Geschäftsguthaben.
Herbert Himmels verwies darauf, dass die Mitglieder und Kunden der Bank immer im Mittelpunkt der Geschäftspolitik stehen. Die Raiffeisenbank eG, Heinsberg, zähle zum Jahresende 11.189 Mitglieder.
Im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank eG, Heinsberg, wurden die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder Heinz-Josef Rinkens aus Tripsrath und Karl-Peter Conrads aus Geilenkirchen wiedergewählt.
